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Laryngektomie - Mit neuer Stimm- und Atemtechnik leben lernen

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Kehlkopfkrebs macht weltweit circa ein Prozent aller Krebserkrankungen aus und betrifft Männer zwischen fünfzig und siebzig Jahren deutlich häufiger als Frauen derselben Altersgruppe. In Deutschland werden jährlich etwa 100 000 neue Fälle diagnostiziert. Wenn in der Behandlung des Kehlkopfkrebses die Chemo- oder Strahlentherapie nicht den gewünschten Erfolg erzielt, kann eine Laryngektomie notwendig werden. Im Zuge eines operativen Eingriffs werden dabei abhängig von der Größe des Tumors der Kehlkopf, Kehldeckel und Stimmlippen gänzlich oder teilweise entfernt. Eine Laryngektomie stellt für die Betroffenen eine erhebliche Belastung dar, da sie meist mit dem Verlust der Stimme und mit groben Veränderungen der Lebensgewohnheiten einhergeht. Um den Verlust der Stimme auszugleichen, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Damit Sie als Patient mit der ungewohnten Technik zur Stimmerzeugung umgehen lernen, benötigen Sie die Unterstützung eines Sprachtherapeuten oder Logopäden.

Problematik der totalen Laryngektomie

Um den Tumor zu entfernen, müssen im Zuge des operativen Eingriffs der Kehldeckel und nicht selten der gesamte Kehlkopf entfernt werden. Diese Körperregion dient nicht nur der Stimmbildung und -regulierung, sondern auch dem Schutz der Atemwege. Um zu verhindern, dass nach der Entfernung dieser Körperteile Partikel und Speisereste in die Luftröhre und dadurch in die Lunge gelangen können, muss die Speiseröhre von den oberen Atemwegen chirurgisch getrennt werden. Im Zuge einer Laryngektomie wird ein Trachestoma gesetzt, das einen künstlichen Eingang der Luftröhre am Hals darstellt, durch die der Patient atmen kann. Das Tragen eines Trachestoma ist mit vielen gravierenden Umstellungen der Lebensgewohnheiten verbunden. Betroffene können nicht mehr durch die Nase atmen, die eine wichtige Funktion als Filter der Atemluft erfüllt. Menschen mit Trachestoma sind daher nicht nur einem höheren Risiko ausgesetzt, Lungenkrankheiten zu entwickeln, sondern auch in ihrem Geruchs- und Geschmackssinn eingeschränkt. Durch das Trachestoma dürfen keine Schmutzpartikel oder Wasser eindringen. Dies macht eine bewusst flache Atmung notwendig, was zu reduzierter körperlicher Leistungsfähigkeit und Anfälligkeit auf Husten und Heiserkeit führt. Patienten müssen beim Duschen und Rasieren äußerst vorsichtig vorgehen. Wassersport und Bootsausflüge können lebensgefährlich sein und müssen daher vermieden werden.

Stimmverlust - Ein traumatisches Erlebnis

Der Verlust der natürlichen Stimme nach einer Laryngektomie stellt Patienten und deren Angehörige vor eine große Herausforderung. Die Stimme ist ein wichtiger Aspekt der Persönlichkeit und ein essentielles Instrument der Kommunikation. Zwar ist es möglich, auch ohne Stimmbildung bestimmte Laute zu formulieren, dennoch können sich Menschen nach einer Laryngektomie ihren Mitmenschen zunächst nur schwer mitteilen. Dadurch ergeben sich sowohl im Familien- und Privatleben als auch im beruflichen Umfeld erhebliche Probleme.

Mit Stimmersatz leben lernen

Um eine neue Stimme zu erhalten, stehen heute drei Möglichkeiten zur Verfügung. Die weltweit häufigste und am erfolgreichsten angewandte Methode des Stimmersatzes stellt das Sprechen mit einer Prothese dar. Dieses luftdurchlässige Einweg-Ventil wird nach einem Schnitt zwischen Speise- und Luftröhre eingesetzt. Um sprechen zu können, muss der Patient während des Ausatmens das Trachestoma zuhalten. Dadurch gelangt die Atemluft in die Stimmprothese und erzeugt dort eine künstliche, der natürlichen sehr ähnliche Stimme. Der größte Vorteil dieses Stimmersatzes ist die Möglichkeit, die Prothese schon kurze Zeit nach der Laryngektomie einzusetzen. Die traditionellere Methode der Speiseröhrenstimme kommt auch heute noch bei vielen Patienten zum Einsatz, ist jedoch mit einer komplizierten und für viele Betroffene nur schwer erlernbare Technik verbunden. Wer sie beherrscht, kann mit einer Ösophagusstimme im Gegensatz zur Stimmprothese mit freien Händen sprechen. Die dritte Methode umfasst den Gebrauch einer elektronischen Sprechhilfe, die an den Hals angelegt wird und die durch die Atmung entstehenden Vibrationen in eine deutlich hörbare Sprache umwandelt.
Die veränderte Anatomie und technischen Hilfsmittel im Bereich der Stimmbildung bedeuten für die Betroffenen eine herausfordernde Zeit der Umgewöhnung. Logopäden und Sprachtherapeuten begleiten die Patienten in dieser schwierigen Phase und helfen ihnen, den Umgang mit der neuen Atmung und dem Stimmersatz zu erlernen.

Unterstützung durch Selbsthilfegruppen

Auch wenn nicht in jedem Fall von Kehlkopfkrebs eine totale Laryngektomie notwendig ist, leben weltweit hunderttausende Menschen mit einem Trachestoma. Patienten sind mit diesem herausfordernden Lebensumstand daher nicht allein. In vielen Ländern finden sie tatkräftige Unterstützung in Selbsthilfegruppen, können sich mit Gleichgesinnten über ihre Erfahrungen austauschen und werden regelmäßig über neue technische Möglichkeiten und den Stand der Forschung auf dem Gebiet des Stimmersatzes informiert. Sowohl die Betroffenen selbst als auch deren Angehörige sollten auf solche Angebote zurückgreifen, um diese neue Lebenssituation zu meistern. 

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